Im Gespräch mit Marianne Berger (Oranienburger Original)

8. Oktober 2017

Noch 7 Tage bis zur Stichwahl:
Liebe Oranienburgerinnen und Oranienburger,

kurz vor der Stichwahl habe ich mich auf den Weg gemacht mit ein paar Oranienburgern zu sprechen, die es gut mit mir meinen. Faszinierend, was für unterschiedliche Menschen meine Unterstützer sind. Marianne Berger ist ein Oranienburger Original, die seit 1933 hier lebt. Eigentlich wollte ich in unserem Gespräch ein paar andere Schwerpunkte setzen, aber Frau Berger, ich darf inzwischen Marianne sagen, hat mir ein paar Geschichten anvertraut, die einfach erzählt werden mussten. So haben wir nur im letzten Teil etwas über die Bürgermeisterwahl gesprochen. Daneben erzählte Marianne davon, wie sie als Zwölfjährige schockiert dem ersten russischen Soldaten am Lehnitzsee begegnet war, wie sie miterleben musste, dass KZ-Häftlinge erschossen wurden, wie die Kinder abenteuerlustig den ersten Bombenkrater in Friedrichsthal aufsuchten oder ein abgestürztes Flugzeug vor Lehnitz, wie es gerochen hatte, wenn Menschen verbrannt wurden und wie der Vater gebrochen von seinem Erlebnis erzählte, dass Menschen vor Sachsenhausen wie Kohlen abgeladen wurden, die meisten waren tot. Marianne hat sich trotz ihrer schlimmen Kindheitserinnerungen ihr frohes Gemüt bewahrt und hat mir noch ein paar wichtige Hinweise für die Zukunft mit auf den Weg gegeben. Danke für diese faszinierende und warmherzige Begegnung.

Viele Grüße
Ihr Alex Laesicke


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