Liebe Frauen

8. März 2017

Oranienburg fragt sich, wen die Oranienburger Frauen wählen werden. Immerhin gibt es Kandidatinnen, die für sich in Anspruch nehmen als Frauen besonders für die Rechte von Frauen einzutreten. Deswegen möchte ich an dieser Stelle ganz besonders um Ihre Stimme werben, denn ich möchte Ihnen versichern, dass auch ich als junger, emanzipierter Mann Frauenrechte sehr ernst nehme.

Ich bin glücklich verheiratet und fühle mich mit meiner Frau sowieso als eins. Das heißt, dass jede mögliche Benachteiligung, Zurücksetzung oder jede Anzüglichkeit auch mich persönlich trifft. Außerdem habe ich zwei kleine Töchter, denen ich alles beibringen werde, was in meinen Möglichkeiten liegt. Sie werden frei entscheiden, ob sie eine Universitäts-Professorin, eine Handwerkerin, eine Hausfrau oder was auch immer werden wollen. Hauptsache sie werden starke, glückliche, freie und gleichberechtigte Persönlichkeiten.

Für mich selbst ist Gleichberechtigung daher sowieso gelebte Realität. Schon meine Klasse auf dem Gymnasium teilte ich mit sieben Jungs und 22 Mädchen, beruflich arbeite ich bei der Deutschen Bahn und habe inzwischen das vierte Mal in Folge eine Frau als Vorgesetzte. Alle vier Frauen schätze ich übrigens sehr und genauso auch meine Kanzlerin, die aus meiner Sicht diese Position viel besser ausfüllt, als die beiden männlichen Amtsvorgänger, die ich selbst miterlebt habe.

Ich gehöre zu der Generation emanzipierter Männer, die es sich nicht nehmen lassen bei der Geburt ihrer Kinder dabei zu sein, die ihr Kind selbstverständlich windeln und die auch einen großen Anteil an der Hausarbeit übernehmen. Das zeichnet mich aber nicht im Besonderen aus, denn darin haben sich inzwischen sehr viele junge Männer gegenüber ihrer Vätergeneration geändert.

Trotzdem möchte ich auch sagen, dass Gleichberechtigung für mich nicht bedeutet, dass Frauen und Männer gleich zu machen sind. Unter Gleichberechtigung verstehe ich gleiche Rechte für Männer und Frauen ohne Wenn und Aber. Dass Frauen und Männer trotzdem zu bestimmten Berufen neigen oder dass Frauen tendenziell den größeren Teil der Familie und der Erziehung widmen, finde ich überhaupt nicht verwerflich. Auch meine Frau und ich leben eher die klassische Familie und haben trotzdem Respekt vor anderen Lebensmodellen.

Mir ist bei allem Fortschritt durchaus bewusst, dass es in verschiedenen Bereichen noch immer Benachteiligungen für Frauen gibt und ich werde als Bürgermeister, als Ehemann und als Vater meinen Teil dazu beitragen, dass Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen überall zur Selbstverständlichkeit wird. Auch ich als Mann kann nur glücklich sein, wenn es genauso die Frauen in meinem Leben sind. Das gilt für meine Familie und soll genauso für meine Mitarbeiter und für meine Mitbürger gelten.

Deswegen bitte ich um Ihr Vertrauen und um Ihre Stimme.

Viele Grüße
Ihr Alex Laesicke


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.