Radwege – Oranienburg soll Maßstäbe für andere setzen

18. Juni 2017

Weil ich selbst durch meine Radreisen bis nach Lappland und Russland oder bis nach Syrien und Israel zu den bekannteren Oranienburger Radfahrern gehöre, wird mir wohl jeder glauben, dass ich leidenschaftlicher Radfahrer bin und dass das in unserer Familie im Blut zu liegen scheint. Schon ein Großonkel von mir ist in den 30ger Jahren mit dem Rad Touren bis zu 1.500 km gefahren. Ich selbst hatte beschlossen das Radfahren ohne Stützräder zu lernen, nachdem die Friedensfahrt (so etwas wie die Tour de France zu DDR-Zeiten) durch Oranienburg gekommen war. Damals hatte ich Olaf Ludwig und Uwe Ampler verehrt.

Freilich galt auch in Oranienburg noch lange nach der Wende der Spruch: „Besser schlecht gefahren, als gut gelaufen.“ Die Straßen waren schwerlich befahrbar, ernstzunehmende Radwege gab es nicht. Das hat sich inzwischen gründlich geändert. Radler genießen gegenüber Autofahrern so manche Privilegien. Besonders für Radfahrer ist die Qualität von Oranienburg als Stadt mit viel Wasser erlebbar. Die Kernstadt und auch die Verbindungen zu den Ortsteilen und zu den Nachbargemeinden sind größtenteils geschlossen.

Schön, dass die Oranienburger Radfahrer anspruchsvoller werden, weil das bedeutet, dass in Oranienburg Fahrräder als Verkehrsmittel angenommen wurden. Das ist kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrelanger konsequenter Arbeit von Menschen, die oft selbst das Radeln lieben. Übrigens bin ich gerade dagegen Radler und Kraftfahrer gegeneinander auszuspielen, denn viele nutzen sowieso verschiedene Verkehrsmittel. Deswegen muss man auch den Radverkehr im Kontext eines Gesamtverkehrsplanes verstehen.

Freilich gibt es auch noch immer eine lange Wunschliste, z.B. für einen Radweg nach Schwante oder nach Velten. Dabei kann die Stadt manchmal nur ggü. den sogenannten Baulastträgern Forderungen stellen und muss berücksichtigen, dass sie natürlich nicht auf fremden Grundstücken, also vom Land, vom Bund oder von Privatpersonen bauen darf. Wo andere in der Verantwortung stehen, muss oft mühsam Überzeugungsarbeit geleistet werden.

Außerdem müssen wir natürlich auch was Radwege angeht sorgfältig mit unseren Haushaltsmitteln umgehen, weshalb wir eine Prioritätenliste pflegen. Leider geht eben nicht alles auf einmal. Ich möchte Ihnen jedoch versichern, dass auch ich dem Radverkehr besonders fördern werde, damit Oranienburg auch in Zukunft Maßstäbe für dieses umweltfreundliche, sportliche und kommunikative Verkehrsmittel setzen wird.

Ich bitte um Ihr Vertrauen und um Ihre Stimme

Ihr Alex Laesicke


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