Stadtentwicklung – Belebung durch Verkehrsberuhigung der Innenstadt und Umleitung der B273?

2. März 2017

Wenn ich mich mit Stadtentwicklung in Oranienburg auseinandersetze, stelle ich mir zuerst zwei Fragen. 1.: Was würde ich mir für Oranienburg in zehn, 20 oder 50 Jahren wünschen? Und 2.: Wie wird sich Oranienburg entwickeln, wenn man nicht steuernd eingreift? Im Folgenden möchte ich Sie an ein paar ganz persönlichen Gedankenspielen teilhaben lassen. Um diese Vorschläge so oder ähnlich umzusetzen, müssten zwar umfangreiche Konzepte erarbeitet und die Stadtverordneten überhaupt erst einmal überzeugt werden, doch Sie wollen schon vor der Bürgermeisterwahl erfahren, welche grundsätzlichen Herausforderungen und Lösungsvorschläge ich als Bürgermeisterkandidat sehe.

Ich wünsche mir für Oranienburg eine Fußgängerzone, die ich mir am ehesten in der Bernauer Str. zwischen der Stralsunder und de Lehnitzstr. vorstellen kann. Zusätzlich würde ich auch in der Breiten Str. zwischen dem Schloss und der Nicolai Kirche eine Fußgängerzone anlegen. Ich möchte insgesamt eine Verkehrsberuhigung der Innenstadt erreichen und darin Fuß-, Fahrrad- und Busverkehr aufwerten.

Und was hindert uns daran? Vor allem die B 273, also die überörtliche Verkehrsachse zwischen Ost und West. Dieses Problem wird sich in Zukunft sogar noch verschärfen, denn wir erwarten für Oranienburg stark steigende Einwohnerzahlen. 10.000 Einwohner mehr in zehn Jahren sind nicht unrealistisch, das wären 25% mehr Einwohner. Stellen Sie sich vor, was 25% mehr Verkehr nur für die Bernauer Str. bedeuten würde.

Wie kann man das Problem lösen? Kurz, man müsste diese Verkehrs-Achse verlegen. Wie? Dazu gibt es seit Generationen verschiedene Ansätze. Die Idee, für die ich mich in der Vergangenheit selbst schon als Stadtverordneter eingesetzt hatte, ist eine Verlegung über die André-Pican, die Dr.-Heinrich-Byk und die Walther-Bothe-Str., die ja nicht zufällig genau die Verlängerung auf der anderen Havelseite ist. Dazu bräuchte man eine neue Brücke. Den restlichen Autoverkehr könnte man über eine Einbahnstraßenregelung etwa in der Willy-Brandt und in der Runge-Str. verteilen.Durch diese Umleitung könnte man außerdem die Breite Str. beruhigen, wodurch die störende Kreuzung vor dem Schloss wegfallen würde. Das wiederum wäre eine Aufwertung nicht nur des Schlossvorplatzes, sondern auch der Fläche gegenüber dem Schloss, die derzeit als provisorischer Parkplatz genutzt wird.

All das ist, sehr kurz beschrieben, meine persönliche Phantasie zur Stadtentwicklung in der Kernstadt, wofür ich als Bürgermeister werben möchte. Auch wenn Sie mir das Amt anvertrauen möchten, ist nichts davon in Stein gemeißelt. Stadtentwicklung lebt. Jeden Tag werden neue gute Ideen und Argumente ausgetauscht. Außerdem muss man auch realistisch bleiben. Zunächst müssten viele weitere Voraussetzungen geschaffen werden. Denken Sie nur an die Bahnbrücke am Arbeitsamt oder auch an die Lärm- und Sicherheitsbedürfnisse der Anwohner der Walther-Bothe-Str. Eine solch komplexe Umstrukturierung würde wahrscheinlich nicht in der nächsten Legislaturperiode des folgenden Bürgermeisters abgeschlossen werden können. Andererseits bin ich davon überzeugt, dass die Brücke an der Walther-Bothe-Str. sowieso kommen wird, fraglich ist nur, ob in fünf, in zwanzig oder in fünfzig Jahren. Ich spreche also von sehr langfristigen Entwicklungen, die wir weitsichtig steuern müssen, wenn wir eine verbaute Stadtentwicklung verhindern wollen. Eine Stadt mit einem Gesicht benötigt nämlich gerade am Anfang viel Phantasie.

Wer Oranienburg schon länger kennt, kann sicher bestätigen, dass sehr viel möglich ist, wenn man sich anspruchsvolle Ziele setzt. Das möchte ich fortführen. Weil ich Oranienburg nicht nur verwalten, sondern mitgestalten möchte, bitte ich um Ihr Vertrauen und um Ihre Stimme.

Ihr Alex Laesicke

[Siehe auch: OGA am 02.03.2017 „Kandidat möchte Brücke bauen“]


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