Toleranz – Wie anders ist Oranienburg wirklich?

4. Juni 2017

Oranienburg möchte gerne eine tolerante und weltoffene Stadt sein, jedenfalls die Mehrheit seiner Bewohner und davon bin ich überzeugt. Ich kann auch über die Jahre seit der Wendezeit eine hoffnungsvolle Entwicklung erkennen. Als Jugendlicher, der sich in der Nachwendezeit gerade für Politik zu interessieren begann, hatte ich noch große Angst, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus könnten das Klima in Stadt und Land beherrschen. Heute sehe ich zwar noch immer Potential, denn Oranienburg ist leider noch kein Hort der Toleranz geworden und wahrscheinlich wird es immer in einem gewissen Maß Fremdenfeindlichkeit geben, aber ich bin ermutigt durch die Oranienburger, die Fremdenfeindlichkeit deutlich in die Schranken weisen.

Als Kind hatte ich noch am Rande einer Mauer gelebt und selbst Polen waren für mich Exoten, dann kam das wiedervereinigte Deutschland, dann das vereinigte Europa und das alles, obwohl ich immer noch ein recht junger Mensch bin. Und so wie die Oranienburger sich die Welt erschließen können und sie kennenlernen, so kommt die Welt eben auch in Oranienburg an. Mit Pizza und Döner hat es wohl angefangen. Inzwischen sind aber Restaurants aus aller Welt eine Selbstverständlichkeit in Oranienburg geworden, gut so. Und wer von uns hat noch keine ausländischen Bekannten und vielleicht auch Freunde?

Trotzdem muss ich auch sagen, dass wir nicht naiv sein dürfen. Nicht alle AfD-Wähler sind verlorene Seelen und manche Ängste sind nicht völlig unberechtigt. Wenn wir eine freie und offene Gesellschaft sein wollen, dann müssen wir die Werte, die sie ermöglichen, auch verteidigen und einfordern. Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau etwa, Toleranz gegenüber Andersgläubigen oder Homosexuellen. Das alles darf nicht verhandelbar sein, denn jegliche Form von Extremismus ist bedrohlich.

Ja, wir üben immer noch, aber wir sind auf einem guten Weg. Ich werde allen den Rücken stärken, die einen Beitrag für Toleranz und Weltoffenheit in Oranienburg leisten. Dafür bitte ich um Ihr Vertrauen und um Ihre Stimme.

Ihr Alex Laesicke


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