Wasser – Wie wollen Sie Oranienburgs ganz besonderen Reiz erschließen?

12. Juni 2017

Schon unsere Namensgeberin, Louise-Henriette von Oranien, hat sich in das damalige Bötzow verliebt, weil die Stadt und die Gegend sie so sehr an ihre holländische Heimat erinnert hatten, denn das spätere Oranienburg war von Wasser geprägt. Leider war dieser Erlebniswert zur Wende stark eingeschränkt, denn das Wasser war dreckig und die Stadt war verbaut. Erst nach der Wende haben die Oranienburger den Wasserreichtum wieder schätzen gelernt. Inzwischen haben die Oranienburger Seen, Kanäle, Bäche und die Havel wieder eine besondere Bedeutung für die Lebensqualität in unserer Stadt. Dabei gibt es noch sehr viele Ideen für die Erschließung des Wassers, natürlich auch um den Tourismus zu fördern.

Schön, dass die Wassertourismus Initiative Nordbrandenburg (WIN) dafür viele Chancen bietet. Nachdem die Voraussetzung für den Bau der Friedenthaler Schleuse angestoßen sind, wird der neue Bürgermeister die Umsetzung begleiten dürfen. Damit liegt der Schlosshafen nicht mehr in einer Sackgasse und der direkte Weg zu den Ruppiner Seen ist frei. Auch die Schleuse Sachsenhausen, die Schleuse Malz und die Brücke an der Kreuzallee nach Dameswalde in Friedrichsthal sind Maßnahmen, um die Havel als Wasserweg für den Tourismus neu zu erschließen. Diese Maßnahmen sind eine touristische Chance für Oranienburg, zumal damit ein attraktiver Wasserrundweg in Oranienburg entstehen würde. Solche Maßnahmen sind für die Stadt allerdings nicht alleine zu stämmen. Erhebliche Landes- und Bundesförderungen sind für die Friedenthaler Schleuse zugesagt. Um auch die übrigengen Maßnahmen realisieren zu können, werde ich mich hier für ähnliche Fördervoraussetzungen engagieren.

Auch für den Lehnitzsee gibt es verschiedene Projekte oder zumindest Ideen. An die TURM-Erlebniscity soll ein Bootssteg angeschlossen werden. Und für die Oranienburger Seite des Lehnitzseestrandes wünsche ich mir eine Badelandschaft mit Wasserrutsche und Sprungturm. Die Lehnitzer Seite würde ich persönlich dagegen lieber naturbehalten lassen. Gerne würde ich aber mit Ihnen darüber ins Gespräch kommen, wie Sie den Erlebniswert der Seen aufwerten würden, z.B. auch des Grabowsees.

Besonders am Herzen liegt mir die Wiederherstellung des Weges entlang der Schnellen Havel, nach dem die langzeitprovisorischen Brücken durch die Wasserstraßenverwaltung des Bundes aus Sicherheitsgründen demontiert wurden. Ob an der Stelle weiterhin ein Trampelpfad oder ein gut ausgebauter Radweg sinnvoller wären, habe ich mir selbst noch nicht beantworten können. So bin ich persönlich auch der Meinung, dass an der nördlich Seite des Weißen Strandes ein asphaltierter Radweg eher störend wäre, weil nach meinem Empfinden gerade das naturbelassene hier den Reiz ausmacht. Denkbar wäre alternativ eine durchlässige Steinsanddecke, wie vor dem Waldhaus am Lehnitzsee. An welchen Stellen wir uns das Wasser durch weitere Radwege erschließen können und wollen und wo weniger mehr ist, werden wir gemeinsam sensibel beraten.

Weil Wasser in Oranienburg den ganz besonderen Reiz ausmacht, setze ich mich für eine konsequente Einbindung unserer Gewässer in die Stadtentwicklung ein. Dafür bitte ich um Ihr Vertrauen und um Ihre Stimme.

Ihr Alex Laesicke


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