Welche Lösungen verfolgen Sie für Parkraum in der Innenstadt?

24. Mai 2017

In einer wachsenden Stadt wird Platz immer knapper und teurer. Das gilt nicht nur für Wohn-, Gewerbe- oder Erholungsraum, sondern auch für Parkraum. Schon jetzt klagen Pendler, Anwohner, Berufstätige, Kunden und Händler über zu wenige Parkplätze. Und weil absehbar ist, dass sich diese Entwicklung weiter verschärfen wird, besteht dringender Handlungsbedarf.

Um dem entgegenzuwirken, müssen verschiedene Stellschrauben bedient werden. Manche davon wurden auch schon bewegt. Zum Beispiel für Pendler. Es ist gut, wenn Pendler mit den Öffentlichen nach Berlin fahren. Manche Pendler benötigen allerdings ein Auto, um zum Bahnhof zu gelangen. Deswegen blockieren Pendler die Parkplätze in Bahnhofsnähe. Die nicht perfekte Lösung: Parkplätze in Bahnhofsnähe dürfen nur zeitlich begrenzt genutzt werden oder sind zu bezahlen und Pendler sollen stattdessen den inzwischen erweiterten P+R-Parkplatz nutzen. Eine Anbindung des Parkplatzes durch einen Aufgang an der hinteren Bahnsteigseite würde das noch unterstützen. Ebenso eine Erschließung weiterer Parkmöglichkeiten durch einen Bahnhofstunnel, um dadurch auch Teile des ehemaligen Güterbahnhofes als Parkraum zu erschließen, ohne Belastung für Anwohner.

Händler und Kunden beklagen, dass das Bummeln in der Innenstadt wegen der schlechten Parksituation unattraktiv ist. Deswegen sollen Parkplätze verfügbar und kostenfrei sein. Die nicht perfekte Lösung ist eine zeitliche Begrenzung für kostenfreies Parken, aber wie lange? Bei einer zu kurzen Begrenzung kann man nicht bummeln, bei einer zu langen werden Kundenparkplätze durch Dauerparker verdrängt. Eine sinnvolle Zeitspanne wäre deshalb wohl eine oder zwei Stunden kostenloses Parken.

Bleiben die Dauerparker. Grundsätzlich stehen hier insbesondere Vermieter und Arbeitgeber in der Verantwortung, denn es sollen ja nicht die Einnahmen privatisiert werden, während die Lasten auf die Allgemeinheit verteilt werden. Sinnvolle Lösungen sind aber oft nur in Kooperation mit der Stadt möglich. Wegen des knappen Platzangebotes sind Parkhäuser sinnvoll. Parkhäuser sind aber teuer. Meine Idealvorstellung ist deshalb eine verkehrsberuhigte Innenstadt und drum herum Parkhäuser. Ein guter Standort ist z.B. an der Berliner Str. vor dem Landratsamt, um den Mitarbeitern des Landratsamtes Parkmöglichkeiten anzubieten. Der Kreis wäre an den Kosten für diese Dauerparker zu beteiligen, etwa über eine Miete und genauso andere Arbeitgeber und Vermieter in der Gegend, die das Angebot annehmen. Nebenbei würde dadurch der provisorische Parkplatz an der Breiten Str. überflüssig und könnte attraktiv entwickelt werden, denn diese Fläche ist viel zu schade für die derzeitige Nutzung. Genauso wären aber auch andere Standorte vorstellbar.

Nicht zu vergessen ist der Anspruch möglichst gar nicht auf ein Auto in der Innenstadt angewiesen zu sein. Der ÖPNV wird der wachsenden Stadt nämlich nicht mehr gerecht. Darauf werde ich aber unter gesonderter Überschrift eingehen.

Weil ich das Parkraumproblem in der Innenstadt nicht aushalten, sondern angehen möchte, bitte ich um Ihr Vertrauen und um Ihre Stimme.

Ihr Alex Laesicke


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